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Interim Management: Umsetzungskapazität in Phasen des Wandels

Interim Management: Umsetzungskapazität in Phasen des Wandels

Viele Unternehmen stehen 2026 vor der Aufgabe, sich gleichzeitig mit Kostendruck, strukturellem Wandel und neuen Marktanforderungen auseinanderzusetzen. Notwendige Veränderungen – etwa in Prozessen, Organisation, Digitalisierung oder Portfolio – sind erkannt, lassen sich aber im Alltag oft nur verzögert umsetzen. Interne Ressourcen sind stark im Tagesgeschäft gebunden, während Transformationsaufgaben zusätzliche Zeit, Erfahrung und Durchsetzungskraft erfordern.

In solchen Situationen kann Interim Management eine gezielte Ergänzung sein. Gemeint sind erfahrene Führungskräfte auf Zeit, die für klar definierte Aufgaben oder Projekte in Unternehmen eingebunden werden. Sie übernehmen Verantwortung, bis ein konkretes Ziel erreicht ist – etwa die Stabilisierung eines Bereichs, die Umsetzung eines Projekts oder die Überbrückung einer Vakanz.

Typische Einsatzfelder
Interim Managerinnen und Manager werden vor allem in zwei Konstellationen eingesetzt: zur temporären Besetzung von Schlüsselpositionen (z. B. bei ungeplanten Vakanzen) sowie zur Umsetzung wichtiger Vorhaben. Dazu zählen unter anderem Prozess- und Effizienzprogramme in Fertigung und Logistik, Restrukturierungen, Digitalisierungs- und IT-Projekte (z. B. ERP-Einführungen), Maßnahmen zur Verbesserung von Steuerungs- und Liquiditätsfähigkeit oder Projekte zur Markterweiterung und organisatorischen Neuaufstellung.

Ein wesentliches Merkmal ist der Umsetzungsfokus: Interim Manager bringen operative Erfahrung, methodisches Handwerkszeug und einen externen Blick mit. Sie sind nicht in bestehende Strukturen eingebunden und können Veränderungen häufig konsequenter vorantreiben – gleichzeitig ist ihre Akzeptanz im Unternehmen oft hoch, da sie klar mandatierte Verantwortung tragen.

Zwei Praxisbeispiele

Beispiel 1 – Produktions- und Kostenstabilisierung:
Ein mittelständisches Fertigungsunternehmen sah sich mit steigenden Kosten, schwankender Auslastung und sinkenden Margen konfrontiert. Ein Interim Manager übernahm für mehrere Monate die operative Leitung eines Produktionsbereichs. Schwerpunkte waren die Analyse von Rüstzeiten, Ausschussquoten und Energieverbräuchen sowie die Einführung klarer Kennzahlen zur täglichen Steuerung. Ergebnis: messbare Produktivitätsgewinne, verbesserte Transparenz im Shopfloor und eine kurzfristige Entlastung der Kostenbasis.

Beispiel 2 – Digitalisierung und Organisation:
In einem Unternehmen mit gewachsenen Strukturen sollte ein neues ERP-System eingeführt werden, parallel zu organisatorischen Anpassungen. Intern fehlten dafür Zeit und Erfahrung. Ein Interim Manager koordinierte das Projekt, strukturierte Anforderungen, begleitete die Auswahl externer Partner und sorgte für klare Entscheidungs- und Kommunikationswege. Das Projekt konnte planbar umgesetzt werden, ohne das Tagesgeschäft dauerhaft zu überlasten.

Auswahl und Einbindung
Entscheidend für den Erfolg ist die Passung zwischen Aufgabe, Unternehmen und Person. Neben fachlicher Erfahrung spielen Branchenkenntnis, Führungskompetenz und Umsetzungsstärke eine zentrale Rolle. Häufig unterstützen spezialisierte Provider bei der Auswahl, indem sie geeignete Profile identifizieren und kurzfristig verfügbar machen.

Quelle / Ansprechpartner (Dienstleister):
Ulrich Kuchenbaur, Agentur für Interim Manager (AIM), Esslingen

Mail: Ulrich.Kuchenbaur@agentur-fuer-interimmanager.de