/
/
China Schock 2.0

China Schock 2.0

Die Entwicklungen in China bedrohen deutsche Hersteller in Kernbranchen. Eine detaillierte Analyse der Herausforderungen und welche Antworten es jetzt braucht lesen Sie im Policy Brief des CER und den Ableitungen für die Region durch Professor Kölmel. 
Ein neuer Policy Brief des CER (Center for European Reforms) kommentiert die Auswirkungen der wirtschaftspolitischen Entwicklungen in China auf Deutschland. Das veranlasste unseren Experten, Professor Dr. Bernhard Kölmel von der Hochschule Pforzheim, die Auswirkungen auf den Nordschwarzwald auf den Punkt zu bringen. Aber er belässt es nicht bei der Analyse sondern benennt Lösungsansätze und regional notwendige Antworten: „Die Rahmenbedingungen für industrielle Zulieferer verschärfen sich spürbar. Besonders für die Präzisionstechnik im Nordschwarzwald wird deutlich, dass sich der internationale Wettbewerb nicht mehr nur über Kosten, sondern immer stärker über Technologie, Geschwindigkeit und Systemfähigkeit entscheidet.“
Für die Unternehmen in der Region bedeutet das:

Der Druck aus China und anderen industriellen Zentren nimmt zu. Klassische Fertigungskompetenz allein reicht für langfristige Wettbewerbsfähigkeit nicht mehr aus. Kunden erwarten zunehmend integrierte Lösungen, hohe Flexibilität und kurze Entwicklungszyklen. Die Abhängigkeit von einzelnen Branchen und Großkunden wird strategisch riskanter.

Wer nicht gezielt in Innovation, Digitalisierung und Automatisierung investiert, verliert an Relevanz.

Für die Präzisionstechnikzulieferer im Nordschwarzwald ergibt sich daraus ein klarer Handlungsauftrag:

Die Rolle als reiner Zulieferer muss sich weiterentwickeln hin zum Technologie- und Lösungspartner. Besonders stark sind Unternehmen, die hochpräzise, qualitätskritische und schwer ersetzbare Komponenten anbieten. Zukunftsfähig sind Geschäftsmodelle mit hoher Entwicklungstiefe, hoher Prozesssicherheit und hohem Systemverständnis. Wettbewerbsfähigkeit entsteht künftig stärker durch Software, Datenkompetenz, Automatisierung und KI-gestützte Produktionsprozesse.

Gleichzeitig braucht es belastbare Lieferketten, mehr Resilienz und eine breitere internationale Aufstellung.

Auch die Region selbst muss stärker unternehmerisch denken:

Der Nordschwarzwald sollte als Kompetenzraum für Präzision, Engineering und industrielle Innovation profiliert werden. Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen müssen enger zusammenarbeiten. Qualifizierung und Fachkräftesicherung werden zu zentralen Standortfaktoren. Regionale Netzwerke und gemeinsame Entwicklungsinitiativen erhöhen Sichtbarkeit, Tempo und Innovationskraft. Wer global bestehen will, muss technologisch enger zusammenrücken und strategisch klarer positionieren.

Der entscheidende Punkt ist: Globale Wettbewerbsfähigkeit entsteht nicht durch Abwarten, sondern durch konsequente Weiterentwicklung von Technologie, Kompetenz und Positionierung. Gerade im Nordschwarzwald liegt darin die Chance, aus industrieller Stärke eine neue Phase nachhaltiger Wettbewerbsfähigkeit zu machen.

Zum Policy Brief gelangen Sie hier:
Sie suchen Ansprechpartner und Unterstützung? 
Kontaktieren Sie uns und nutzen Sie die kostenfreien Angebote von TraFoNetz für Ihre Unternehmenstransformation: www.trafonetz.de info@trafonetz.de