Mit einer feierlichen Abschlussveranstaltung im Atrium des Volksbank Hauses Pforzheim ist am Mittwochabend der mehr als zweijährige Zukunftsprozess Vision PF2030+ der Industrie- und Handelskammer (IHK) Nordschwarzwald zu Ende gegangen. In Anwesenheit zahlreicher Vertreter:innen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Bildung und Stadtgesellschaft wurden die gemeinsam entwickelten Impulse, Ideen und Maßnahmen an die Stadt Pforzheim übergeben.
In ihrem Grußwort betonte Tanja Traub, Hauptgeschäftsführerin der IHK Nordschwarzwald, die Bedeutung des langen Beteiligungsprozesses: „Mit der Vision PF2030+ haben wir über zwei Jahre hinweg eine Plattform geboten, auf der Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft gemeinsam an der Zukunft Pforzheims gearbeitet haben. Dieser Prozess hat gezeigt, wie viel Potenzial in einem offenen, konstruktiven Dialog steckt – und wie viele gute Ideen entstehen, wenn engagierte Menschen zusammenkommen.“
Traub hob hervor, dass die IHK Nordschwarzwald bewusst Raum für Vernetzung, Austausch und konkrete Lösungsansätze geschaffen habe. Die Bandbreite der Themen – von Mobilität über Stadtentwicklung bis hin zu Infrastruktur, Bildung und Innovationskraft – zeige, wie komplex die Herausforderungen seien, aber auch, wie lösungsorientiert die Region diese angehe.
Oberbürgermeister Peter Boch dankte der IHK Nordschwarzwald für die Initiative und die gute Zusammenarbeit: „Vision PF2030+ ist ein starkes Zeichen dafür, dass wir die Zukunft Pforzheims gemeinsam gestalten wollen – mutig, vernetzt und mit einem klaren Blick nach vorn. Die Ergebnisse des Prozesses decken sich in wesentlichen Zielsetzungen und Ideen mit den Ansätzen und Weichenstellungen, die seitens der Stadt verfolgt werden oder bereits auf den Weg gebracht wurden.“ Boch sei dankbar für wertvolle Impulse, die man gerne in künftige Überlegungen einfließen lassen werde.
Der Zukunfts- und Strategieexperte Dr. Pero Mićić fasste in seiner Keynote zentrale Trends und Entwicklungsmöglichkeiten für Pforzheim zusammen. Anschließend moderierte er die Vorstellung der Ergebnisse aus den Veranstaltungen und Workshops, an denen in den vergangenen Monaten zahlreiche Vertreter:innen aus den relevanten Zukunftsfeldern teilgenommen hatten. Im Rahmen des Prozesses verständigten sich die Beteiligten auf ein gemeinsames Leitbild, das die Zukunftsvision prägnant zusammenfasst: „Das starke Herz der Kreativität und Präzision in Europa mit höchster Lebensqualität.“
Die bei der Veranstaltung gezeigte Illustration verdeutlichte exemplarisch einige der gemeinsam erarbeiteten Ideen aus den vergangenen Monaten. Sie stellt bewusst nur einen kleinen Ausschnitt aus dem umfangreichen Beteiligungs- und Zukunftsprozess dar. Genannt wurden unter anderem Ansätze wie attraktive Freizeitangebote – etwa eine Zipline bzw. ein Flying Fox über die Enz –, vernetzte Mobilitätslösungen und eine Testumgebung für automatisierten Güter- und Personentransport im realen Straßenverkehr sowie kulturelle Impulse wie eine Design Week oder weitere Experimentierräume mit Strahlkraft. Diese Beispiele stehen stellvertretend für viele weitere Ergebnisse und unterstreichen, dass die Vision PF2030+ vor allem vom Gesamtbild lebt: dem gemeinsamen Ziel, Pforzheim mit Zukunftsfreude, Leuchtturmprojekten und schnellen umsetzbaren Maßnahmen voranzubringen.
Eine abschließende Diskussionsrunde bot den Gästen die Möglichkeit, Fragen zu stellen und Perspektiven auszutauschen.
Zum Abschluss überreichte die IHK Nordschwarzwald die zusammengefassten Ergebnisse des Prozesses feierlich an Oberbürgermeister Boch. Das symbolische Übergabebild soll an die gemeinsame Arbeit der vergangenen zwei Jahre erinnern und gleichzeitig als Ansporn für die kommenden Schritte dienen. Abschließend sagte Traub: „Ich bin sehr gespannt darauf, wie die Stadt die vielfältigen Impulse und Ergebnisse in ihre weiteren Planungen einfließen lässt – denn sie bieten viele Chancen für die Entwicklung Pforzheims.“
Die IHK Nordschwarzwald kündigte an, den Transformationsprozess der Stadt und Region auch künftig aktiv zu begleiten und die erarbeiteten Impulse weiterzuführen. „Wir bleiben verlässlicher Partner für die Entwicklung unseres Wirtschafts- und Lebensraums“, so Traub.
Quelle: Pressemitteilung IHK Nordschwarzwald