Wie kann Bauen schneller, nachhaltiger und zugleich wirtschaftlicher werden? Eine sehr überzeugende Antwort darauf durften wir bei unserem Unternehmensbesuch bei Müller Holzbau in Simmersfeld erleben. Gemeinsam mit Bürgermeister Jochen Stoll war WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer zu Gast bei Johanna und Jimmy Müller, die das Familienunternehmen mit viel Leidenschaft, unternehmerischem Weitblick und einem klaren Zukunftsbild vorgestellt haben.
Müller Holzbau steht für eine beeindruckende Verbindung aus Tradition und Innovation. Das Unternehmen wurde 1863 gegründet und wird heute in vierter und fünfter Generation geführt. Zum Leistungsspektrum gehören unter anderem Tragwerksplanung, Arbeitsvorbereitung, Abbund, Produktion und Montage sowie Hausbau, Objektbau und klassische Zimmereitätigkeiten. Besonders im Fokus des Besuchs stand das selbst entwickelte holzconceptModul — ein modulares Raumkonzept in Holzbauweise, das flexibel einsetzbar, erweiterbar, versetzbar und stapelbar ist.
Gerade mit Blick auf die aktuellen Herausforderungen im Bauwesen zeigt dieses Konzept, welches Potenzial in regionaler Innovationskraft steckt. Die Module können beispielsweise für kommunale Kindertagesstätten, schulische Klassenzimmer, private Wohnraumerweiterungen, Büro- und Verkaufsräume oder altersgerechten Wohnraum eingesetzt werden. Bereits realisierte Beispiele finden sich unter anderem bei kommunalen Kitas, Klassenzimmern und Betreuungseinrichtungen in der Region. Ein besonderer Vorteil liegt in der kurzen Bauzeit vor Ort: Die Module werden weitgehend vorgefertigt, Einbaumöbel können bereits vormontiert werden, und die Aufstellung auf der Baustelle ist in wenigen Stunden möglich. Gefertigt werden die Module aus heimischen Brettsperrholzwänden in Kombination mit ökologischen Weichfaserplatten; sie erfüllen den Wohnhausstandard nach Gebäudeenergiegesetz.
Damit trifft Müller Holzbau einen Nerv der Zeit. Wenn über bezahlbares Bauen, schnellere Genehmigungs- und Umsetzungsprozesse oder den sogenannten Bau-Turbo gesprochen wird, braucht es genau solche praxisnahen Lösungen: wirtschaftlich tragfähig, nachhaltig gedacht, regional verwurzelt und schnell realisierbar. Das holzconceptModul zeigt beispielhaft, wie aus handwerklicher Kompetenz, digitaler Planung, Vorfertigung und nachhaltigen Materialien ein zukunftsorientiertes Modell entstehen kann.
Für die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald ist Müller Holzbau damit ein starkes Beispiel für die Leistungsfähigkeit unserer Region: ein Familienunternehmen mit langer Geschichte, das nicht stehen bleibt, sondern Zukunft aktiv gestaltet. Auf solche Unternehmen dürfen wir als Region stolz sein.
„Unser Ziel ist es, Räume zu schaffen, die sich dem Leben anpassen: nachhaltig, flexibel und mit hoher Qualität aus Holz. Gerade im Modulbau sehen wir große Chancen, Bauprojekte schneller und wirtschaftlicher umzusetzen — ohne Abstriche bei Anspruch, Funktionalität und Wohnqualität.“, so Johanna und Jimmy Müller von Müller Holzbau.
„Müller Holzbau zeigt eindrucksvoll, welche Innovationskraft in Simmersfeld und im Nordschwarzwald steckt. Das Unternehmen verbindet Tradition, Handwerk und moderne Baukonzepte auf vorbildliche Weise — und leistet damit einen wichtigen Beitrag für die Zukunft des Bauens.“, bekräftigt Bürgermeister Jochen Stoll.
WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer:„Der Besuch bei Müller Holzbau hat gezeigt: Zukunftsorientiertes Bauen muss nicht abstrakt bleiben. Hier in Simmersfeld wird sichtbar, wie nachhaltige Materialien, modulare Konzepte und regionale Wertschöpfung zusammenkommen. Wir wünschen Johanna und Jimmy Müller mit ihrem Team weiterhin viel Erfolg — bei öffentlichen und privaten Auftraggebern ebenso wie bei Unternehmen, die flexible Raumlösungen suchen.“
Und noch eine kleine, sympathische Erkenntnis am Rande: Neben innovativem Holzbau sind wir in Simmersfeld unerwartet auch auf eine kulinarische Besonderheit gestoßen — die ortstypische Brezel, die hier gleich doppelt geschlungen Arme hat. Auch das: ein Stück regionaler Eigenart, das in Erinnerung bleibt.