Die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald hat gemeinsam mit der Hochschule Pforzheim den Vollantrag für die Fortsetzung des regionalen Transformationsnetzwerks TraFoNetz eingereicht. Damit ist ein wichtiger Schritt getan, um die Unternehmen der Region auch von 2027 bis 2029 bei der industriellen Transformation wirksam zu unterstützen.
Vor wenigen Tagen hat die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald den Vollantrag für „TraFoNetz 2.0“ fristgerecht beim zuständigen Projektträger des Bundes eingereicht. Vorausgegangen war eine mehrmonatige intensive Konzeptions- und Abstimmungsphase. Als Konsortialführerin koordiniert die WFG das Vorhaben gemeinsam mit der Hochschule Pforzheim als Verbundpartnerin.
Der Antrag knüpft an die seit 2022 aufgebauten Strukturen und Erfahrungen von TraFoNetz an. Das Netzwerk unterstützt insbesondere kleine und mittlere Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie sowie angrenzender Branchen dabei, sich auf veränderte Technologien, Märkte, Geschäftsmodelle und Kompetenzanforderungen einzustellen.
Mit TraFoNetz 2.0 soll aus Information noch stärker konkrete Umsetzung werden. Unternehmen sollen praxisnah dabei begleitet werden, ihre strategische Position zu überprüfen, neue Marktpotenziale zu erschließen, technologische Entwicklungen zu nutzen und die dafür benötigten Kompetenzen der Beschäftigten aufzubauen. Dazu verbindet das Projekt Vernetzung, Wissens- und Technologietransfer, Qualifizierung, Diversifizierung und individuelle Transformationsbegleitung.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Weiterentwicklung bewährter Instrumente und regionaler Strukturen. Dazu gehören unter anderem die Arbeitsmarktdrehscheibe, Angebote zur strategischen Unternehmensentwicklung sowie Formate für den Austausch zwischen Wirtschaft, Wissenschaft und Arbeitsmarktakteuren. In die Konzeption sind zahlreiche Partnerinnen und Partner aus der Region und darüber hinaus eingebunden. Hierzu zählen unter anderem die Agentur für Arbeit Nagold-Pforzheim, die AgenturQ, die Industrie- und Handelskammer Nordschwarzwald und die Handwerkskammer Karlsruhe. Diese breite Zusammenarbeit ist eine wesentliche Grundlage dafür, Unternehmen nicht mit Einzelangeboten, sondern mit aufeinander abgestimmten Unterstützungsleistungen zu erreichen.
Die WFG übernimmt dabei die Rolle der regionalen Koordinatorin, Netzwerkmanagerin und neutralen Anlaufstelle. Ziel ist es, Kompetenzen aus Wirtschaft, Wissenschaft, Arbeitsmarkt und öffentlicher Hand zu bündeln und daraus einen möglichst konkreten Nutzen für die Unternehmen und Beschäftigten im Nordschwarzwald zu schaffen.
Die beantragte Laufzeit erstreckt sich von Januar 2027 bis Dezember 2029. Nun folgt die fachliche und förderrechtliche Prüfung durch den Projektträger. Eine Entscheidung über die Förderung wird im weiteren Verlauf des Herbstes erwartet.
Unabhängig davon setzt die WFG die laufende Transformationsarbeit gemeinsam mit ihren Partnern intensiv fort. Denn die Wettbewerbsfähigkeit der Region entscheidet sich nicht allein daran, Veränderungen frühzeitig zu erkennen, sondern vor allem daran, sie gemeinsam in konkrete Zukunftsperspektiven für Unternehmen und Beschäftigte zu übersetzen.