Die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald durfte kürzlich Gastgeberin des RegioWIN-Netzwerktreffens in Pforzheim sein. Im Mittelpunkt standen der landesweite Austausch der RegioWIN-Regionen und Projekte, aktuelle Informationen zur Weiterentwicklung des Wettbewerbs ab 2028 sowie konkrete Beispiele dafür, wie regionale Innovations- und Transformationsprojekte in Baden-Württemberg Wirkung entfalten.
RegioWIN ist für Baden-Württemberg weit mehr als ein Förderformat. Das Netzwerk verbindet Regionen, Ministerien, Wirtschaft, Wissenschaft, Kommunen und weitere Partner und schafft damit eine wichtige Plattform, um regionale Stärken strategisch weiterzuentwickeln, Innovationen in die Anwendung zu bringen und Transformationsprozesse vor Ort aktiv zu gestalten. Gerade für Regionen wie den Nordschwarzwald ist dieser Ansatz zentral: Strukturwandel, Digitalisierung, Dekarbonisierung, neue Wertschöpfungsketten und Fachkräftethemen lassen sich nur gemeinsam und über institutionelle Grenzen hinweg bearbeiten.
Aus Sicht der Region Nordschwarzwald wurde deutlich: RegioWIN ist ein wichtiger Baustein unserer regionalen Zukunftsgestaltung. Die WFG stellte dar, wie der Nordschwarzwald seine industriellen und mittelständischen Stärken gezielt in Zukunftsfelder übersetzen möchte – unter anderem in den Bereichen intelligente Produktion, Werkstoffe, Ressourceneffizienz und nachhaltige Transformation.
Ein besonderes regionales Beispiel, das wir VorOrt besuchen konnten, war das Leuchtturmprojekt rund um die Transferfabrik für Permanentmagnete auf Basis Seltener Erden bei der HyProMag GmbH in Pforzheim. Das Projekt zeigt, wie aus Forschung, Technologieentwicklung und industrieller Umsetzung ein konkreter Beitrag zu Kreislaufwirtschaft, Ressourcensicherung und strategischer Souveränität entstehen kann. Im Fokus stehen Magnetrecycling und die Produktion recycelter Magnete in Deutschland – ein Thema mit hoher Relevanz für Zukunftsbranchen wie Elektromobilität, Automatisierung, Digitalisierung und erneuerbare Energien.
Im Rahmen des Treffens wurde zudem die Sprecherfunktion im RegioWIN-Netzwerk neu gewählt. Verbandsdirektor Ralph Schlusche wurde als bisheriger Sprecher verabschiedet. Zu seinem Nachfolger wurde der bisherige stellvertretende Sprecher, Landrat Dr. Joachim Bläse, gewählt. Als neue stellvertretende Sprecherin wurde Stephanie Fleischmann bestimmt. Die WFG Nordschwarzwald gratuliert herzlich zur Wahl und dankt Ralph Schlusche für sein langjähriges Engagement für das RegioWIN-Netzwerk.
Wir bedanken uns bei allen Teilnehmenden, Referierenden und Partnern für den konstruktiven Austausch in Pforzheim. Das Netzwerktreffen hat erneut gezeigt: RegioWIN stärkt nicht nur einzelne Projekte, sondern die strategische Zusammenarbeit der Regionen in Baden-Württemberg.