Der Digital Hub Nordschwarzwald hat sich in seiner zweiten Förderphase als wirksamer Impulsgeber für die digitale Transformation der regionalen Wirtschaft erwiesen. Zu diesem Ergebnis kommt die Evaluation, die das Projekt der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) analysiert hat. Trotz veränderter Rahmenbedingungen seit der Corona-Pandemie habe der Digital Hub seine Ziele in zentralen Wirkungsbereichen erreicht und teils deutlich übertroffen.
Der Digital Hub Nordschwarzwald wurde nach der ersten Phase Ende 2022 unter dem Dach der WFG gestartet und gemeinsam mit zwölf Konsortialpartnern an den Standorten Pforzheim, Nagold und Horb umgesetzt. Ziel war es, insbesondere kleine und mittlere Unternehmen bei der digitalen Transformation zu unterstützen – von der Sensibilisierung bis zur konkreten Umsetzung.
„Die Evaluation zeigt klar: Der Digital Hub hat dort angesetzt, wo Unternehmen tatsächlich Unterstützung gebraucht haben“, betont WFG-Geschäftsführer Jochen Protzer. „Wir mussten unsere Strategie nach der Pandemie anpassen – weg von der reinen Veranstaltungslogik, hin zur direkten Ansprache und Begleitung der Unternehmen. Dieser Schritt war richtig.“
Die unabhängige Bewertung bestätigt insbesondere die hohe Wirksamkeit der Unterstützungsangebote. Mit über 50 selbst initiierten Projekten und zahlreichen angestoßenen Kooperationen habe der Digital Hub einen signifikanten Beitrag zur regionalen Entwicklung im Themenfeld Digitalisierung geleistet, so die Gutachter in der Evaluierung. Instrumente wie der DigiCheck und der CybersecurityCheck hätten sich als praxisnahe, nachgefragte Diagnose- und Einstiegsformate bewährt. Die hohe Zufriedenheit der begleiteten Unternehmen unterstreiche die Qualität der Angebote.
„Der Fokus auf konkrete Projekte und individuelle Begleitung war entscheidend“, erläutert Dr. Rüdiger Werp, Vorstand der Atrineo AG. „Auch wenn quantitative Reichweitenziele nicht vollständig erreicht wurden, sind die wirkungsorientierten Ziele – also tatsächliche Veränderungsprozesse in Unternehmen – deutlich übertroffen worden.“. Als besondere Stärke hebt die Evaluation die Anpassungsfähigkeit des Projekts hervor. In einem wirtschaftlich herausfordernden Umfeld und bei veränderten Erwartungen der Unternehmen sei es gelungen, die Angebote konsequent weiterzuentwickeln. Gleichzeitig wurden die bereitgestellten Fördermittel effizient eingesetzt; das Gesamtbudget blieb unter dem bewilligten Rahmen.
Auch an den einzelnen Standorten zeigte sich die Bedeutung des persönlichen Zugangs. „Gerade die Vor-Ort-Begleitung und der DigiCheck haben bei vielen Unternehmen eine Initialzündung ausgelöst“, sagen Daniel Fissl vom Standort Pforzheim/Enzkreis, Yagmur Baltali vom Standort Nagold und Thomas Hegenauer vom Standort Horb übereinstimmend. Themen wie Cybersicherheit, E-Rechnung oder digitale Prozesse seien so konkret und greifbar gemacht worden.
Mit dem formalen Ende des Projekts Digital Hub Nordschwarzwald zum 31. Dezember 2025 endet die Arbeit an der Digitalisierung der regionalen Wirtschaft nicht. Bewährte Instrumente wie der DigiCheck und der CybersecurityCheck werden von der WFG und weiteren Partnern weitergeführt und in bestehende Strukturen integriert, unter anderem im Transformationsnetzwerk Nordschwarzwald (TraFoNetz).
„Der Digital Hub war kein Selbstzweck, sondern ein Lern- und Entwicklungsprojekt für die Region“, so Protzer. „Die Erfahrungen, Methoden und Angebote wirken weiter – und genau das ist ein zentrales Ergebnis dieser Evaluation.“
Das Foto der letzten Sitzung der Konsortialpartner dokumentiert den gemeinsamen Abschluss des Projekts und steht zugleich für die enge Zusammenarbeit der beteiligten Akteure während der gesamten Laufzeit des Digital Hub Nordschwarzwald.
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