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Nordschwarzwald bringt Perspektiven für die zirkuläre Kunststoffwirtschaft auf die Bühne

Nordschwarzwald bringt Perspektiven für die zirkuläre Kunststoffwirtschaft auf die Bühne

Region präsentiert auf Fachmesse KPA in Ulm Ansätze für regionale Wertschöpfung und Kreislaufwirtschaft

Wie regionale Netzwerke die Transformation der Kunststoffwirtschaft vorantreiben können, war Thema einer Podiumsdiskussion auf der Fachmesse KPA – Kunststoff Produkte Aktuell in Ulm. Unter dem Titel „Circular Regions – Wie regionale Wertschöpfung den Kunststoffkreislauf stärkt“ diskutierten Branchenexperten über neue Ansätze für eine zirkuläre Kunststoffwirtschaft.

Die KPA – Kunststoff Produkte Aktuell ist eine Fachmesse für Design, Entwicklung und Beschaffung von Kunststoffprodukten. Sie richtet sich insbesondere an industrielle Anwender aus Branchen wie Automobilindustrie, Maschinenbau, Medizintechnik und Konsumgüter und bringt Hersteller, Zulieferer und Entwickler entlang der Kunststoffwertschöpfungskette zusammen. Mit über 300 Ausstellern und über 3.000 Teilnehmenden ist die KPA ein wichtiger Branchentreff.

Auf dem Panel sprachen Dejan Micic, Geschäftsführer des Technologiezentrums Horb am Neckar und des Branchennetzwerks INNONET Kunststoff, Jochen Protzer, Geschäftsführer der Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald GmbH, sowie Torsten Becker, Geschäftsführer der carbonauten GmbH. Im Mittelpunkt der Diskussion stand die Frage, wie regionale Kooperationen dazu beitragen können, Stoffkreisläufe zu schließen, Wertschöpfungsketten nachhaltiger zu gestalten und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie zu stärken.

„Transformation beginnt vor Ort – dort, wo Unternehmen, Technologien und Wertschöpfung zusammenkommen“, betonte Jochen Protzer. „Regionale Netzwerke ermöglichen kurze Wege, Vertrauen und gemeinsame Innovationen. Genau hier liegt der Schlüssel für neue Geschäftsmodelle in der Kunststoffwirtschaft.“ Auch Dejan Micic unterstrich die Bedeutung enger Kooperationen innerhalb der Branche: „Eine erfolgreiche Kreislaufwirtschaft entsteht nicht im Alleingang. Sie braucht starke Netzwerke entlang der gesamten Wertschöpfungskette – vom Material über die Verarbeitung bis zum Recycling.“

Europäisches Projekt CSSBoost stärkt regionale Kreislaufwirtschaft

Die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald bringt diese Perspektive auch in das europäische Innovationsprojekt CSSBoost ein, an dem neben dem Technologiezentrum Horb am Neckar insgesamt 21 Partner aus mehreren europäischen Ländern beteiligt sind. Ziel des Projekts ist es, sogenannte Circular Systemic Solutions zu entwickeln – also systemische Lösungen, mit denen Regionen ihre Kreislaufwirtschaft strategisch weiterentwickeln können. Der Nordschwarzwald ist dabei eine der europäischen Pilotregionen.

Gemeinsam mit Unternehmen, Forschungseinrichtungen und Branchennetzwerken werden insbesondere Wertschöpfungsketten der Kunststoffindustrie analysiert, digital abgebildet und stärker miteinander vernetzt. So sollen Materialkreisläufe transparenter werden, Kooperationen zwischen Unternehmen erleichtert und neue nachhaltige Geschäftsmodelle ermöglicht werden. Die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald übernimmt dabei eine Rolle als Netzwerk- und Innovationsplattform für Unternehmen der Region.

Die Diskussion auf der KPA machte deutlich, dass die Transformation hin zu einer zirkulären Wirtschaft nicht nur ökologische Vorteile bietet, sondern auch neue wirtschaftliche Chancen eröffnet. „Gerade industrielle Regionen wie der Nordschwarzwald können hier eine Vorreiterrolle übernehmen: Mit ihrer starken industriellen Basis, technologischer Kompetenz und einem dichten Netzwerk von Unternehmen“, so Jochen Protzer abschließend.

Ansprechpartner für weitere Fragen und Informationen:

Jochen Protzer (WFG): jochen.protzer@nordschwarzwald.deoder Telefon 07231-154 369 0.