Die im August veröffentlichte Abfallbilanz 2025 für Baden-Württemberg liefert brandneue Daten zur kommunalen Kreislaufwirtschaft. Die Ergebnisse zeigen deutlich: Ob im privaten Alltag oder im Betrieb – durch bewusste Kaufentscheidungen und eine konsequente Abfalltrennung leisten die Bürgerinnen und Bürger unserer Region einen messbaren Beitrag zum Ressourcenschutz.
Die Region Nordschwarzwald nimmt beim Einsparen von Restabfällen eine Spitzenrolle ein:
- Landkreis Calw: Erreicht mit nur 75 kg Haus- und Sperrmüll pro Kopf das landesweit geringste Aufkommen aller städtischen Kreise (Landesschnitt: 136 kg).
- Landkreis Freudenstadt: Überzeugt ebenfalls mit hervorragenden 98 kg Restabfall pro Kopf.
- Enzkreis & Stadt Pforzheim: Runden das regionale Bild mit 147 kg bzw. 165 kg pro Kopf ab.
Spitzenwerte beim Wertstoff-Recycling Noch beeindruckender sind die regionalen Erfolge, wenn es darum geht, Wertstoffe im Kreislauf zu halten. Während im baden-württembergischen Durchschnitt 143 kg Wertstoffe pro Kopf getrennt gesammelt werden, liegen drei unserer vier Kreise signifikant über diesem Schnitt:
- Der Landkreis Calw glänzt mit herausragenden 181 kg Wertstoffen pro Kopf.
- Ebenso übertreffen der Landkreis Freudenstadt mit 155 kg und der Enzkreis mit 153 kg pro Kopf den Landesschnitt deutlich.
- Die Stadt Pforzheim steuert solide 132 kg Wertstoffe pro Kopf zur regionalen Recyclingbilanz bei.
Eine konsequent gelebte Kreislaufwirtschaft bietet entscheidende wirtschaftliche und ökologische Vorteile für uns alle:
- Schonung von Ressourcen: Getrennte Wertstoffe werden als Sekundärrohstoffe wieder direkt in den Produktionskreislauf zurückgeführt.
- Reduzierung von Emissionen: Durch effizientes Recycling und die Vermeidung von Abfällen sparen wir CO₂ ein und entlasten das Klima.
- Geopolitische Resilienz: Die Nutzung regionaler Stoffkreisläufe verringert die Abhängigkeit von globalen Rohstoffimporten und stärkt die Krisenfestigkeit unserer heimischen Wirtschaft.
Die Wirtschaftsförderung Nordschwarzwald (WFG) arbeitet im Rahmen des EU-Projekts CSS Boost aktiv daran, systemische Lösungen zur Kreislaufwirtschaft voranzubringen. Hierfür werden Kreisläufe aus dem Nordschwarzwald digital abgebildet, sodass diese analysiert, optimiert und in andere Regionen übertragen werden können.