Wir starten 2026 mit einem Paradox, das sich für fertigende Zulieferer richtig unangenehm anfühlt:
- Mehr Pkw-Zulassungen in Deutschland – aber weniger Inlandsproduktion. Der VDA erwartet 2,90 Mio. Neuzulassungen (+2%), gleichzeitig 4,11 Mio. Pkw-Inlandsproduktion (-1%) und 3,2 Mio. Export (-1%). Das ist die Schere: Markt ≠ Werkhalle. (vda.de)
- Die E-Dynamik ist global brutal schnell. Die IEA berichtet >17 Mio. E-Auto-Verkäufe weltweit 2024 (+>25%); für 2025 >20 Mio. erwartet. Wertschöpfung wandert dabei stärker Richtung Batterie, Elektronik, Software, Daten. (IEA)
- Beschäftigung: der Schmerz ist schon da. Destatis meldet für Deutschland –48.700 Jobs (–6,3%) in der Autoindustrie zum Ende Q3/2025 (Tiefstand-Niveau). (Destatis)
2026 belohnt nicht die „größte Kapazität“, sondern die „klügste Anpassung“. Das ist kein Motivationsposter, das ist Mathematik.
Warum das im Nordschwarzwald besonders relevant ist …
Die Region lebt von präziser Fertigung: Drehen, Fräsen, Schleifen, Umformen, Federn, Oberflächen, Montage, Werkzeugbau. Genau diese Exzellenz ist Gold wert – aber sie hängt historisch stark am klassischen Antriebsstrang.
Eine IW-Consult-Auswertung (u. a. basierend auf regionaler Automobilwertschöpfung) beziffert für die Region Nordschwarzwald rund 22.500 Erwerbstätige in der Automobilwirtschaft und ~1,5 Mrd. € Wertschöpfungsbeitrag. Gleichzeitig ist die Verbrenner-Exposition in Calw (3,6%) und Pforzheim (3,5%) (Anteil Beschäftigung, die dem traditionellen Antriebsstrang zugeordnet wird) deutlich höher als der Bundesschnitt (0,8%).
Wenn der Antriebsstrang schrumpft, schrumpft bei uns nicht „ein Produkt“, sondern ein ganzer Auftrags-Stammbaum.
Die 4 Kräfte, die 2026 die Spielregeln setzen
1) „Wachstum“ findet statt – aber woanders in der Wertschöpfung
Deutschland sieht leichte Markterholung, aber die Inlandsproduktion bleibt schwach. Für Tier-2/3 heißt das: mehr Ausschreibungsdruck, mehr Preisrunden, weniger sichere Abrufe. (vda.de)
2) Batterie- und EV-Industrie sind global konzentriert (und das ist ein Kostenhammer)
IEA ordnet die Batterie-Wertschöpfung extrem konzentriert ein: China dominiert die Zellfertigung (Größenordnung ~85% der Kapazität) und besitzt einen Großteil der Produktion. Das drückt Preise, erhöht Tempo – und macht europäische Stückkostenvergleiche gnadenlos. (IEA)
3) Margenkrise bei Zulieferern ist strukturell, nicht zyklisch
Ein aktueller Branchen-Pulse-Check der europäischen Zulieferer-Organisation beschreibt es uncharmant klar: Bis 2026 erwarten 70% der Zulieferer Gewinne unter 5% (also unter der Schwelle, die Investitionen in Technik & Skills dauerhaft trägt). (CLEPA) Dazu kommen Studienergebnisse zu Kosten-Nachteilen Europas (15–35%) und Job-Risikendurch Werttransfer und Mix-Verschiebung. (CLEPA)
4) Makro: 2026 wird kein Rückenwind-Jahr
Das ifo-Institut sieht für Deutschland nur ~0,8% Wachstum 2026 (mit klaren Hinweisen auf Strukturprobleme). Das ist nicht „Boom“, das ist „wir stolpern vorwärts“. (ifo Institut)
Und was heißt das jetzt für fertigende Unternehmen im Nordschwarzwald?
Die harte Wahrheit:
2026 ist das Jahr der Kostendominanz + Portfoliowechsel + Datenfähigkeit. Nicht nacheinander. Gleichzeitig. (Ja, fies.)
6 sehr konkrete Handlungsprinzipien (für Tier-2/3, Metall & Präzision)
1) ICE nicht romantisieren – als Cashflow managen.
- Alles, was „Verbrenner-Last“ ist: Run-off-Plan mit klarer EBIT-/Cash-Logik.
- Ziel: Cash freisetzen, nicht „Kapazität verteidigen“.
- Operativ: Wertanalyse, Rüstzeit-Programm, Ausschuss runter, Energie pro Teil runter.
2) „Diversifizierung“ darf kein PowerPoint-Hobby sein. Es braucht Zielmärkte mit Fertigungs-Fit. Drei Märkte passen besonders gut zu Präzision + Doku + Serienlogik:
- Defence/Security: weltweit stark steigende Budgets; SIPRI zeigt Rekordwerte und kräftige Zuwächse in Europa. (SIPRI) Fit für Nordschwarzwald: robuste Metallteile, Gehäuse, Präzisionsbaugruppen, Rückverfolgbarkeit, Prozesssicherheit.
- Energie & Speicher / Industrialisierung der Elektrifizierung: nicht nur Auto-EV, sondern Speicher, Netztechnik, Leistungselektronik-Ökosysteme – dort zählt Fertigungsqualität und Skalierung. (Batterie- und Lieferketten-Dynamik siehe IEA.) (IEA)
- MedTech/Industrial Quality Markets: weniger Stückzahlen, höhere Doku, stabile Margen – aber Eintritt über Qualitätssysteme und Zulassungslogik.
3) Datenfähigkeit wird 2026 ein „Order-Qualifier“. Viele Mittelständler verlieren Aufträge nicht wegen Qualität, sondern weil Nachweis, Traceability, Serien-Daten, Änderungsstände nicht sauber industrialisiert sind. Das ist langweilig – und entscheidet trotzdem.
4) Skills: nicht „mehr Schulungen“, sondern die richtigen 5 Kompetenzpakete. Für die Region werden als besonders stark zunehmende Kompetenzfelder u. a. genannt: IT-Systemsicherheit, Resilienz, emissionsfreie Produktion, KI, Data Management.Übersetzung:
- Shopfloor-Daten nutzbar machen (OEE, Ausschuss, Energie, Predictive).
- Prozessfenster stabilisieren (weniger Spezialwissen im Kopf einzelner).
5) Maschinenbau als Puffer? Ja – aber 2026 nur ein kleines Pflaster. VDMA erwartet für den deutschen Maschinenbau +1% 2026 nach einem schwachen 2025. Das hilft bei Schnittstellenbetrieben – aber es ist kein „Rettungsboot“, eher eine zusätzliche Planke. (vdma.org)
6) Regulatorik bleibt Richtung „Elektrifizierung“ – auch wenn’s politisch wackelt. EU-Regeln setzten langfristig auf starke CO₂-Reduktion bis 2035 (Regelwerk/Standards); gleichzeitig hat die EU-Kommission im Dezember 2025 ein Paket mit „Flexibilitäten“ vorgestellt. Für Unternehmen heißt das: Planbarkeit sinkt, aber der Marktsignal-Pfeil zeigt weiter Richtung Zero-Emission. (Climate Action)
Der Kern-Satz für 2026
Wer 2026 nur effizienter im Alten wird, wird effizienter beim Schrumpfen. Wer 2026 neue Märkte aufbaut und die Fertigung digital belegbar macht, hat plötzlich wieder Verhandlungsmacht.
Signal / Relevante Studien
VDA Prognose 2026
- 2,90 Mio. Zulassungen (+2%), aber 4,11 Mio. Inlandsproduktion (-1%), Export 3,2 Mio. (-1%). (vda.de)
- Absatzimpuls kommt nicht automatisch in die Region: Abrufe bleiben volatil, Neuvergaben stärker preisgetrieben.
- „Markterholung“ täuscht Sicherheit vor → zu spätes Handeln.
- Run-off-Plan für ICE-Teile; Fokus auf Cash & Produktivitätshebel (Rüstzeit, Ausschuss, Energie/Teil); Angebotsstrategie mit klarer Mindestmarge.
IEA Global EV Outlook (Trend)
- >17 Mio. E-Auto-Verkäufe 2024, >20 Mio. erwartet 2025. (IEA)
- Wertschöpfung verlagert sich: weniger klassische Antriebsteile, mehr Elektronik/Software/thermische Systeme/Struktur.
- Wegfall ganzer Teilefamilien im Antriebsstrang; Preiskampf im Restvolumen.
- Produkt-Mapping: „Welche Bauteile fallen weg? Welche Skills sind transferierbar?“ Neue Zielteile definieren (z. B. Struktur/Leichtbau, Präzisionsgehäuse, Thermo-Komponenten, Montagebaugruppen).
IEA: Batterie-Lieferkette
- Batterie-Zellkapazität global stark in China konzentriert (~85%). (IEA)
- Preis-/Kostendruck steigt, weil Kernkomponenten billig & schnell skaliert werden.
- Europäische Teile werden „zu teuer, zu langsam“ bewertet.
- „Best-Cost“-Gegenstrategie: Automatisierung von Engpassprozessen, Losgrößenflexibilität, Lieferperformance/OTIF als Differenzierer, nicht nur Preis.
Destatis Beschäftigung Autoindustrie
- –48.700 Jobs (–6,3%) Q3/2025 ggü. Vorjahr. (Destatis)
- Fachkräfte bleiben knapp, aber Strukturabbau trifft Zulieferkette; Know-how droht zu zerfallen.
- Kurzfristig Entlastung am Arbeitsmarkt, mittelfristig Kompetenzverlust + Demografie.
- Skill-Sicherung: kritische Prozesse dokumentieren; Mehrmaschinenbedienung; Qualifizierung in Daten/Qualität/Automation statt nur klassische Bedienung.
ifo Konjunktur 2026
- Deutschland-Wachstum ~0,8% erwartet. (ifo Institut)
- Kein Makro-Rückenwind → Aufträge werden nicht „von selbst“ zurückkommen.
- Investitionsstau bei Kunden; längere Preisverhandlungen.
- Liquiditäts- und Working-Capital-Programm (Lager, Forderungen, Zahlungsziele); „No-margin-no-business“-Disziplin; Szenarioplanung (Base/Downside).
IW Consult (Region Nordschwarzwald)
- ~22.500 Erwerbstätige Auto, ~1,5 Mrd. € Wertschöpfung; hohe ICE-Exposition in Calw/Pforzheim.
- Region ist überdurchschnittlich abhängig vom klassischen Antriebsstrang.
- Cluster-Effekt: Wenn’s kippt, kippt’s gleichzeitig bei vielen.
- Portfolio-Portfolio-Portfolio: jedes Unternehmen definiert 2–3 Nicht-Auto-Zielmärkte + 1 E-/Elektrifizierungsfeld; Pipeline mit konkreten Leads statt „Optionen“.
CLEPA Pulse Check (Nov 2025)
- 70% der Zulieferer erwarten bis 2026 <5% Profitabilität. (CLEPA)
- Tier-2/3 im Nordschwarzwald trifft das besonders: weniger Puffer, hohe Fixkosten, OEM/Tier-1 Preisdruck.
- Transformationsinvestitionen werden abgewürgt → Abstiegsspirale.
- „Margin Engineering“: Kalkulation auf Prozesszeit, Ausschuss, Rüst, Werkzeugkosten; Preisanpassung an Indexe/Material; Produktbereinigung (rote Teile raus).
CLEPA / Studie zu Wettbewerbsfähigkeit
- Kosten-Nachteil Europa 15–35%. (CLEPA)
- Best-Cost-Regionen greifen stärker in Serienvergaben.
- Verlagerung/Second-sourcing gegen die Region.
- Differenzierung: Null-Fehler-Fähigkeit + Doku + Lieferfähigkeit; Automatisierung an Engpässen; wo sinnvoll: Dual-Sourcing-Strategie mit eigenem Fokus auf High-Precision.
CLEPA Value-add Report
- Bis zu 23% per-vehicle Wertschöpfung in Europa bedroht; 300–350k Jobs Risiko (5 Jahre). (CLEPA)
- Nicht nur „ein Produkt“ wandert – ganze Wertschöpfungspakete.
- Reiner Automotive-Fokus wird zur Wette gegen den Trend.
- Aktive Neukunden-Logik: Aerospace/Defence/Energie/MedTech; Qualitätszertifikate & Prozessfähigkeiten als Markteintrittsprodukt.
SIPRI Military Expenditure 2024
- Weltweit Rekord; Europa +17% (2024). (SIPRI)
- Wachstumsmarkt für präzise Metall- und Baugruppenfertigung (aber mit Entry-Barrieren).
- Wer zu spät kommt, hat keine Zulassungen/Qualifikation/Referenzen.
- „Entry Kit Defence“: Dokumentation/Traceability, Lieferantenbewertung, Materialnachweise, spezielle Prüfanforderungen; Pilotkunden + 1 Referenzprodukt aufbauen.
EU CO₂-Standards / 2035
- Regulatorik setzt klar Richtung starke CO₂-Reduktion; Dezember 2025 Paket bringt Flexibilitäten, aber Marktsignal bleibt pro Electrification. (Climate Action)
- Unsicherheit in Zeitlinie, aber nicht in Richtung: OEMs planen Plattformen weiter elektrisch/datengetrieben.
- „Warten wir mal ab“ wird zur teuersten Strategie.
- Plattform-Roadmaps der Kunden aktiv auswerten; Teile-Familien nach Plattformen mappen; E/E-Fertigungskompetenzen zukaufen/partnerschaften.
VDMA Ausblick Maschinenbau
- Realproduktion: 2026 ~ +1% (schwaches Plus). (vdma.org)
- Maschinenbau kann Auftragslücken nur teilweise füllen; dennoch Chance für Schnittstellenbetriebe.
- Diversifizierung nur in Maschinenbau = zu wenig Wachstum.
- Maschinenbau gezielt: Baugruppen, Komponenten mit hoher Präzision/Qualität; parallel zweite Diversifizierungsachse (Defence/Energie/MedTech).
Regionale Skill-Profile (IW)
- Stärkere Nachfrage nach industriellen Fertigungsverfahren, Instandhaltung, dazu Wachstumsfelder KI/Data/IT-Security.
- Stärke der Region = Fertigungs-Know-how; Zukunft = dieses Know-how datenfähig machen.
- „Wir sind gut in Metall“ reicht nicht mehr ohne Daten-/Prozessnachweis.
- Shopfloor-Datenmodell einführen (OEE, Ausschuss, Energie, Stillstände); Werker-Assistenz; Qualitätsdaten automatisiert erfassen; IT-Security Basics.
Baden-Württemberg Struktur Auto (amtliche Statistik)
- WZ29 ist in BW sehr groß (Beschäftigte/Umsatz in amtlicher Industrie-Statistik). (statistik-bw.de)
- Landesweit hoher Druck bedeutet: Konkurrenz um die „guten“ Projekte steigt, nicht sinkt.
- Verdrängung innerhalb BW: wer nicht liefert, verliert schneller.
- Positionierung schärfen: Nische + Prozessfähigkeit; Audit-Fitness (Qualität, Doku, ESG-Daten); „Speed“ in Angebot/Prototyp/Industrialisierung.
Deutschland: Industrie-Beschäftigung (Destatis)
- Verarbeitendes Gewerbe bleibt groß; Umbrüche sind strukturell. (Destatis)
- Transformation betrifft nicht nur Auto – aber Auto trifft die Region überproportional.
- Fehlannahme „andere Branchen ziehen schon“.
- Cross-Industry-Vertrieb: Branchenlisten, Zielkunden, 30-Tage Lead-KPIs; Angebotsbaukasten für neue Industrien.
Batteriechemie & Lieferkettenkonzentration (IEA Minerals)
- LFP-Lieferkette teils extrem konzentriert (Material/Cells). (IEA)
- Druck auf europäische E-Komponentenpreise; gleichzeitig Chancen bei Peripherie (Gehäuse, Thermo, Struktur, Montage).
- Falscher Fokus: „wir machen jetzt Batteriezellen“.
- Realistische Zielprodukte: Präzisionsgehäuse, Kühlung, Verbindungstechnik, Produktionsmittel/Automation für Batterie-Fabs.
2026 Kernrisiko: „Schleichende Selektion“
- Kombination aus schwachem Wachstum, Preisdruck, Value-Shift. (ifo Institut)
- Viele KMU verlieren nicht spektakulär – sondern über 12–18 Monate Marge & Cash.
- Späte Restrukturierung wird teuer.
- Frühwarnsystem: Auftragseingang nach Kunde/Plattform, Deckungsbeitrag je Teilefamilie, Cash Conversion Cycle, Investstopp für Low-ROI.
Qualität & Dokumentation werden Eintrittskarte
- In regulierten/High-Traceability Märkten (Defence/MedTech) zentral. (Indirekt gestützt durch Skill- und Wettbewerbsdaten)
- Region kann das: Automotive-DNA = APQP/PPAP-Denke, Prozessstabilität.
- Ohne Systematik scheitert der Markteintritt trotz guter Fertigung.
- Dokumentations-Industrialisation: Prüfpläne digital, Materialzertifikate, Seriennummern/Traceability, Änderungsmanagement, Audit-Routinen.
ESG/CO₂-Datenfähigkeit
- EU-Transportdekarbonisierung & Standards treiben Datennachweise. (Climate Action)
- Kunden verlangen CO₂-Fußabdruck pro Teil / Lieferkette.
- Ausschluss bei Neuvergaben wegen fehlender Daten, nicht wegen Preis.
- Product Carbon Footprint light starten: Energie je Maschine/Teil, Materialdaten, Transport; in ERP/MES verankern.
Energie- und Effizienz-Wettbewerb
- Kosten-Nachteil Europa u. a. energiegetrieben. (CLEPA)
- Strom/Prozesswärme schlagen in Zerspanung/Oberfläche stark durch.
- Margen fressen sich über Gemeinkosten auf.
- Energie pro Teil messen, nicht „pro Monat“: Lastspitzen, Leckagen, Prozessfenster; Invest in Effizienz mit Payback <24 Monate priorisieren.
Preisverhandlungen werden härter
- Margendaten Zulieferer + Produktionsentkopplung. (CLEPA)
- Tier-2/3 geraten zwischen Tier-1 und Rohmaterial-Realität.
- „Wir geben Rabatt und hoffen“ = Cash-Killer.
- Angebots-Architektur: Varianten reduzieren, technische Alternativen anbieten, Indexklauseln, Mindestabruf/Tooling-Absicherung.
Investitionslogik 2026
- Schwaches Wachstum + niedrige Profite. (ifo Institut)
- CAPEX muss stärker auf Flexibilität, Automation, Daten abzielen – nicht auf „mehr Kapazität“.
- Falscher CAPEX bindet Cash in schrumpfende Produkte.
- CAPEX-Regeln: nur (a) Engpassautomation, (b) Daten/Qualität, (c) neue Märkte; alles andere „Pause“.
Kooperationen statt Kirchturm
- Regional hohe Betroffenheit + Kostendruck.
- Allein ist zu teuer: Zertifizierung, Vertrieb, Entwicklung.
- Doppelarbeit, langsamer Eintritt in neue Branchen.
- Einkaufs-/Prüflabore teilen, gemeinsame Vertriebsansprache, Konsortien für Zertifizierungen, Produktionsverbünde für Baugruppen.
2026 Monitoring-KPIs (Minimalset)
(Ableitung aus Studienlage: Profitdruck, Produktion, Skills) (vda.de)
- Ohne Zahlen wird’s Gefühl – und Gefühle sind schlechte Controller.
- Spät reagieren.
- Monatlich: DB je Teilefamilie, OEE, Ausschuss, Energie/Teil, OTIF, Angebotsquote, Neukunden-Leads, Cash Conversion Cycle.
„Time-to-quote / Time-to-prototype“
- Wettbewerb verschärft, Unsicherheit hoch. (ifo Institut)
- Wer schneller industrialisiert, gewinnt trotz Kostendruck.
- Langsamkeit wird mit Preisdruck „bestraft“.
- Standardisierte Angebotsbausteine, Kalkulationsmodelle, DFM-Checklisten, Rapid-Fixture/Tooling, internes „Prototyp-Squad“.
Arbeitsorganisation 2026
- Skill-Trends: Collaboration, Leadership, Resilienz.
- Viele KMU hängen an Schlüsselpersonen.
- Ausfall = Produktionsrisiko.
- Schicht-/Vertretungsmodelle, SOPs, Wissensdatenbank, Training-on-the-job, Verantwortlichkeiten pro Prozesskette.
Quelle: Prof. Bernhard Kölmel